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Zwangspause

Vielleicht ist das eine Chance?

Es kommt mir vor, als hätte die Erde uns Menschen ein Rezept verordnet: Entschleunigung. Es fühlt sich so an, als hätte jemand die PAUSE-Taste gedrückt.


Eine Pause, die nicht leicht anzunehmen ist, weil so viel nicht so weiter geht, wie wir es gewohnt sind und es geplant haben. Das fordert heraus. Das löst Unsicherheit und Angst aus.


Gewohnheiten geben uns Sicherheit. Sie führen aber auch dazu, dass wir uns die meiste Zeit im Autopiloten befinden. Wir machen eben das, was wir immer machen. Wir müssen darüber nicht nachdenken und es auch nicht hinterfragen.




Jetzt wurde der Autopilot angehalten und wir unfreiwillig aufgefordert, auszusteigen.


Und da sind wir nun. Wissen nicht, wie und wann es weitergeht. Eine Zwangspause. Es ist stiller als sonst. Leerer als sonst. Ruhiger als sonst. Alles irgendwie anders. Ungewohnt.


Ich frage mich, was lehrt uns diese Situation?


Die Welt, die wir sonst gewohnt sind, bietet so viele Möglichkeiten der Ablenkung. Sie lenkt uns ab von uns selbst und dem, was in uns liegt.


Vielleicht ist das eine Chance, uns auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist.

Was ist noch da, wenn die Außenwelt pausiert?

DU bist da!


Wir werden gerade auf das Wesentliche reduziert - und wir können es nicht ändern.


Aber laufen wir nicht sonst in Hamsterrädern, dessen Geschwindigkeit uns ständig zu überholen droht? Ein Stressor jagt den nächsten. Wir haben keine Chance zur Ruhe zu kommen und auf das zu blicken, was JETZT gerade ist. Wir sind so beschäftigt, dass keine Zeit bleibt, um einen Moment innezuhalten.


Aber jetzt können wir genau das tun. Wie ungewohnt und wie wunderbar.

Wir werden herausgefordert, Kontrolle abzugeben und durch Vertrauen zu ersetzen.


Wir dürfen lernen, anzunehmen was ist.

Wir können die äußeren Umstände nicht ändern. Wir sind konfrontiert, gefordert und eingeladen, über uns selbst hinauszuwachsen.


Alles ist anders, als wir es gewohnt sind.

Wir sind mehr alleine als sonst. Existenzielle Unsicherheit, Angst vor der Zukunft oder dem Verlust des Arbeitsplatzes sind auf einmal unsere Begleiter. Sie nehmen sich mehr Raum als uns lieb ist. Fast so, als hätten sie gar nicht vor, wieder zu gehen.


Wir können nicht ändern, was ist.

Aber wir können uns innerlich so ausrichten, dass es uns gut geht.

Wir können entscheiden, worauf wir unseren Fokus lenken. Wir können unsere Aufmerksamkeit dahin bringen, wo Licht ist. Wir können das denken und tun, was unsere Kraft aktiviert.


Richte deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf das, was gut ist.


  • Was ist immer noch da?

  • Wofür bist du dankbar?

  • Welche Wege eröffnen sich?

  • Was kann aus dem erwachsen, was du in deinen Händen hältst?


Energie folgt der Aufmerksamkeit. Von dort, wo wir unsere Energie hinlenken, kommt Energie zurück. Das was wir denken, beeinflusst unsere Gefühle. Das was wir denken und fühlen, strahlen wir aus. Wenn wir Gelassenheit ausstrahlen, kommt Ruhe und Gelassenheit zurück.


Vielleicht ist das eine Chance, endlich mal wieder richtig hinzuhören.

Was hörst du, wenn es um dich herum leiser ist?


Wir sind in unserem gewohnten Alltag so sehr damit beschäftigt, zu funktionieren und nicht aus unserem immer schneller werdenden Hamsterrad herauszufallen. Wir nehmen uns keine Zeit, uns zu erholen. Alles ist wichtig, nur unsere Bedürfnisse sind es nicht. Wir haben erst recht keine Zeit, in uns selbst hineinzuhören und den Antworten zu vertrauen, die aus unserem Inneren kommen.


Und jetzt steht das Rad still.

Das ist eine Gelegenheit, in die Verbindung mit uns selbst zu gehen.

Ohne von dem abgelenkt zu werden, was sonst unsere Welt dominiert.


Wir können die Stille nutzen, um unserem Inneren die Tür zu öffnen.

Bewusst Zeit mit uns selbst verbringen und zuhören. Dem lauschen, was in uns ist.


  • Was findest du in dir, wonach du schon länger suchst?

  • Was braucht dein Herz, um glücklich zu sein?

  • Welche Antworten und Lösungen sind schon da?


Je besser der Kontakt zu uns selbst ist, umso besser können wir widrige Umstände und Krisen bewältigen.


Das ist genau die Zeit, um für dich da zu sein.

Das ist genau die Zeit, um füreinander da zu sein.

Das ist genau die Zeit, um in eine bewusste Verbindung miteinander zu gehen.


Vielleicht ist das eine Chance, neue Blickwinkel einzunehmen und neue Perspektiven zu sehen.

Welche Möglichkeiten zeigen sich, die du vorher nicht sehen konntest?


Jeden Tag machen wir bestimmte Dinge, über die wir nicht immer neu nachdenken müssen. Wir wiederholen gewohnte Abläufe. Wir entwickeln Automatismen, die schnell einen Muss-Charakter annehmen. Wir denken und handeln in unseren gewohnten Mustern, ohne uns dessen gewahr zu sein.


Wir nehmen die Welt durch persönliche Wahrnehmungsbrillen und Filterprogramme wahr, die durch unsere Erfahrungen und Gewohnheiten geprägt sind.


Die Krise stoppt den Autopiloten. Sie unterbricht unsere Gewohnheiten und Muster.

Und gibt uns damit eine Chance: Den gegenwärtigen Augenblick.


Die Gegenwart ist der einzige Augenblick, den wir aktiv gestalten und beeinflussen können.


Die Unterbrechung von Automatismen und Gewohnheiten gibt uns die Möglichkeit, die Filter bewusst einzustellen. Wir können zwischen verschiedenen Sichtweisen wählen. Unsere innere Haltung beeinflusst, was wir im Außen wahrnehmen.


  • Was wird in dieser Krise sichtbar, was sonst zu wenig Beachtung bekam?

  • Was wollen wir gestalten?

  • In welcher Welt wollen wir leben?


Wenn wir die Situation annehmen wie sie ist und uns selbst in dieser Situation akzeptieren - mit all unseren Gefühlen und Reaktionen - dann wird Energie frei, um Lösungen zu finden und neue Wege zu erkennen.


Nimm deine negativen Gefühle an, aber versinke nicht darin. Lass deine Angst zu, aber lass dich nicht von ihr kontrollieren.


Öffne dein Herz für all die positiven Dinge, die dich erreichen. Erlebe positive Gefühle wie Hoffnung, Ehrfurcht, Dankbarkeit Mitgefühl und Liebe ganz bewusst. Sie erweitern deine Wahrnehmung und machen die Sicht auf deine Ressourcen und neue Wege frei.


Das ist eine Chance, uns selbst und die Welt, in der wir leben, ganz neu zu betrachten. So können wir mehr ins Herz und ins Vertrauen kommen.

Ich frage mich, woran werden wir erkennen, dass wir alle ein kleines Stück gewachsen sind? Jeder einzelne und wir alle zusammen.




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© 2020 Henrike Heier

Eberswalde